AKTUELLES
AKTUELLES
08.07.2026
Silver Ways bei der CityLab XII Summer School in Antwerpen, Belgien
Vom 29. Juni bis 3. Juli 2026 nahm Silver Ways an der Summer School „CityLab XII: Age-Friendly Cities“ an der Universität Antwerpen teil. Die Woche bot einen interdisziplinären Blick darauf, was eine altersfreundliche Stadt ausmacht, und behandelte Themen wie Mobilität und Verkehr, städtische Infrastruktur, Wohnen, Unterstützung im sozialen Umfeld und Gesundheitsversorgung.
Neben den inhaltlichen Sessions bot die Summer School eine wertvolle Gelegenheit, mit einer Vielzahl von Akteurinnen und Akteuren aus diesem Themenfeld in Kontakt zu kommen. Im Rahmen der Gruppenaufgabe der Woche präsentierten wir unsere Arbeit direkt älteren Menschen. Gleichzeitig stellten wir Silver Ways im Laufe der Woche auch den anderen Teilnehmenden vor – darunter SMART-AGE, ein weiteres DUT-gefördertes Projekt, das sich mit der Verbesserung von Städten für ältere Menschen beschäftigt.
19.06.2026
Silver Ways bei der Mobile Tartu Conference 2026 / AGILE 2026 – Tartu, Estland
Vom 8. bis 10. Juni 2026 wurde Silver Ways auf der Mobile Tartu Conference in Tartu, Estland, mit einem Vortrag unter dem Titel „Leisure Routes Among Older Adults: A Route-Structure Model for Origin-to-Origin Walking Trips“ vorgestellt. Präsentiert wurde ein Routenstrukturmodell für Freizeitspaziergänge, das auf 171 geschlossenen Rundwegen basiert, die in Uppsala erhoben wurden.
Dabei zeigte sich, dass vier räumliche Prinzipien die Art und Weise strukturieren, wie sich ältere Menschen ohne festes Ziel durch ein Quartier bewegen: die Beibehaltung der Bewegungsrichtung, ein begrenzter räumlicher Erkundungsradius, die Orientierung an bekannten Straßen sowie die Möglichkeit, den Rückweg nach Hause zu bewältigen. Diese Prinzipien wurden mithilfe eines Conditional-Logit-Modells geschätzt und in einen Generator integriert, der synthetische Spazierwege erzeugt, um sie mit den beobachteten Daten zu vergleichen.
Die Konferenz brachte außerdem Mitglieder des Silver-Ways-Teams aus Uppsala und Heidelberg zusammen. In der darauffolgenden Woche nahmen sie, ebenfalls in Tartu, an der AGILE 2026 Conference teil und nutzten die Gelegenheit für einen weiteren fachlichen Austausch zum Projekt.
29.05.2026
Pilot-Stadtspaziergänge der Urban Living Labs in Heidelberg, Uppsala und Kayseri
Im Frühsommer haben wir in Heidelberg, Uppsala und Kayseri Pilot Urban Living Labs durchgeführt: strukturierte Stadtspaziergänge, bei denen die alltägliche Mobilität aus der Perspektive älterer Menschen untersucht wurde. Entlang einer kurzen Route durch das jeweilige Quartier bewerteten die Teilnehmenden unter anderem die Breite und den Zustand der Gehwege, die Qualität der Oberflächen, die Abstände zwischen Sitzbänken sowie das Vorhandensein von schattenspendenden Bäumen und die Sonneneinstrahlung.
Da die Spaziergänge parallel in drei unterschiedlichen städtischen Kontexten stattfanden, konnten wir das Konzept über einen einzelnen Standort hinaus erproben, notwendige lokale Anpassungen identifizieren und eine gemeinsame Methodik für die Co-Design-Arbeit mit Kommunen entwickeln.
Eine teilnehmende Person brachte es so auf den Punkt: „Man hört auf, die Straße nur als Kulisse wahrzunehmen, und beginnt, sie als eine Reihe von Entscheidungen zu sehen, die die Stadt bereits für einen getroffen hat.“ Diese Erkenntnisse fließen in das Routenplanungssystem von Silver Ways ein, das im Rahmen der für September geplanten Urban Living Labs gemeinsam mit älteren Menschen validiert und weiterentwickelt wird.
07.05.2026
Workshop: Wie fühlt es sich an, sich als älterer Mensch durch die Stadt zu bewegen?
Um aus erster Hand zu verstehen, worum es in unserem Projekt geht, haben wir gemeinsam mit dem Geriatrischen Zentrum des Universitätsklinikums Heidelberg die körperlichen und sensorischen Herausforderungen untersucht, denen ältere Menschen im städtischen Raum begegnen. Dafür kamen Alterssimulationsanzüge zum Einsatz.
In Zweierteams trugen die Teilnehmenden abwechselnd Anzüge, die das Körpergewicht durch gleichmäßig verteilte Zusatzgewichte um rund 18 Kilogramm erhöhten, eine Knieorthese, die die Beweglichkeit einschränkte, Brillen zur Simulation von Sehbeeinträchtigungen sowie Kopfhörer, die einen Hörverlust nachahmten. Schon das Verlassen des Raumes fiel schwer, und Treppen erwiesen sich als größte Herausforderung: Mehrere Teilnehmende entschieden sich stattdessen für den Aufzug, und selbst sonst fitte Personen waren bereits nach 100 Metern außer Atem.
Eine teilnehmende Person fasste ihre Erfahrung so zusammen: „Es ist unglaublich, wie schnell man sich isoliert fühlt. Sobald man nicht mehr gut hört oder sieht, beginnt die Außenwelt zu verblassen, und man bleibt allein mit seinen eigenen Gedanken
17.08.2025
Workshop mit Senior*innen in Mannheim-Vogelstang liefert wertvolle Einblicke zur Mobilität
Am 14. August 2025 fand ein Workshop mit älteren Bürger:innen im Fritz-Esser-Haus in Mannheim-Vogelstang statt. Die Teilnehmenden kartierten ihre persönlichen Fußwege und berichteten über ihre alltägliche Mobilität – mit detailliertem Feedback zu Chancen und Herausforderungen beim Gehen im Stadtteil. Ihre Perspektiven sind zentral für die Entwicklung eines senior:innengerechten Routingsystems und geben wichtige Hinweise darauf, wie Mannheim fußgänger:innenfreundlicher und lebenswerter gestaltet werden kann. Die Veranstaltung betonte die Bedeutung der Einbindung älterer Menschen in die Stadtplanung – zum Vorteil aller Generationen. Wir danken dem Team des AWO Fritz-Esser-Hauses und allen Teilnehmenden für ihr aktives Mitwirken.
05.08.2025
Neue Publikation zu Routenwahl und Navigation älterer Fußgänger*innen
Am 18. August 2025 veröffentlichte das Silver Ways-Team den Artikel „Route choice to inform navigation system design and accessibility analysis for older pedestrians: a scoping review“ im Journal of Transport & Health. Die Studie untersuchte, wie ältere Menschen ihre Fußwege auswählen – mit Fokus auf Sicherheit und Komfort statt Geschwindigkeit. In der Analyse vorhandener Forschung wurden entscheidende Faktoren wie Gehwegbeschaffenheit, Sitzgelegenheiten, Schatten und subjektives Sicherheitsgefühl identifiziert, die senior:innenfreundliche Navigationssysteme berücksichtigen sollten. Die Ergebnisse weisen auf neue Ansätze zur Entwicklung von Fußgänger-Routing-Tools hin, die besser auf die Bedürfnisse älterer Zielgruppen eingehen.
Veröffentlicht im Journal of Transport & Health, DOI: https://doi.org/10.1016/j.jth.2025.102151
05.07.2025
HeiGIT auf der AGIT-Konferenz in Salzburg
Am 2. Juli 2025 präsentierte HeiGIT ein Poster zum Projekt Silver Ways auf der AGIT-Konferenz in Salzburg, Österreich. Die Präsentation zeigte die Entwicklung eines empirisch fundierten und validierten Routingsystems, das auf die Bedürfnisse älterer Menschen zugeschnitten ist. Während der Postersession erläuterte das Team das Design des Routingsystems und demonstrierte, wie die Projektergebnisse Kommunen in der senior:innenfreundlichen Stadtplanung unterstützen können. Durch die Kombination von Erfahrungswerten älterer Fußgänger:innen mit Geodaten und KI-gestützter Analyse legt Silver Ways die Grundlage für einen „15-Minuten-Nachbarschaftsindex“, der sichere, komfortable und barrierefreie Wege für ältere Menschen hervorhebt.
05.06.2025
Sidewalk Tagathon: Mapping für altersfreundliche Städte
Am 3. Juni 2025 veranstaltete das Geographische Institut in Heidelberg einen Mapathon unter dem Motto „Sidewalk Tagathon: Enhancing OSM for Senior Walkability“. In der Berliner Straße kamen Teilnehmende im Hörsaal zusammen, um Oberflächenbeschaffenheit und Glätte von Straßen und Wegen im Raum Mannheim zu kartieren und damit wertvolle Daten für das laufende Projekt Silver Ways beizutragen. Das Forschungsprojekt entwickelt ein senior:innengerechtes Routingsystem zur Verbesserung der Mobilität älterer Menschen, indem sichere, komfortable und barrierefreie Gehwege identifiziert werden. Das Mapping-Event begrüßte sowohl Neueinsteiger:innen als auch erfahrene Mapper:innen und verband gemeinschaftliches Engagement mit einem sinnvollen Beitrag zur urbanen Nachhaltigkeit.
15.05.2025
Networking für nachhaltige urbane Zukunft in Bonn
On May 13, 2025, researchers from Heidelberg University – Prof. Sven Lautenbach, Dr. Kathrin Foshag, and Johannes Huber – together with Dr. Philipp Kadel from the Municipality of Mannheim, took part in the national networking event of the Driving Urban Transitions Partnership (DUT) in Bonn. Hosted at the Federal Ministry of Education and Research (BMBF), the gathering brought together projects and stakeholders working on sustainable mobility and the “15-minute City” concept. The event provided a valuable platform to exchange ideas, explore synergies, and strengthen collaboration across German initiatives dedicated to shaping more sustainable urban futures.